Top 10 Serien und Filme für alle Marketeers und Presse-People

Top 10 Serien und Filme für alle Marketeers und Presse-People
6. Oktober 2021

Ihr braucht dringend neuen Input für eure Binge-Watchlist? Wir haben uns auf die Suche nach Filmen und Serien gemacht, bei denen jede:r Freund:in des Marketings bzw. der Medienarbeit mitfühlen, mitfiebern und sich mitaufregen kann – Entertainment, Learning und Inspiration auf Netflix, Prime und Co.? Here we go!

Emily in Paris

Lily Collins aka Emily macht als als PR-Agentin die französische Hauptstadt unsicher, lernt sich dabei selbst neu kennen, verliebt sich und wird nebenbei zur Influencerin – so oder so ähnlich lässt sich die Netflix Serie wohl in einem Satz zusammenfassen. Für einen neuen Kunden vertritt sie ihre Agentur aus Chicago in Paris und  verbessert dabei nicht nur ihre Job-Skills. Die Serie eignet sich hervorragend für einen entspannten Abend auf der Couch oder zum nebenbei Suchten während des Kochens, Aufräumens oder Wäschemachens. Was anspruchsvolle Kunden und kurzfristige Herausforderungen anbelangt, können sich bestimmt einige PR-Profis in Emilys Rolle wiederfinden. Von ihrer erfolgreichen Herangehensweise und den immer zum richtigen Zeitpunkt gefundenen Lösungen lässt sich in der Realität aber mehr träumen als abschauen. Fun Fact: Vor Kurzem wurde Lily Collins bei den Dreharbeiten zur zweiten Staffel hier in Berlin „gespotted“ – um es mit den ikonischen Worten eines anderen Serien-„Girls“ auszudrücken. Wer weiß, wen wir meinen?

The BOLD Type

In der PR arbeiten wir eng mit Verlagen bzw. Medienvertreter:innen zusammen. Kooperationen, Redaktionsbesuche, Netzwerkarbeit und Buddy-Kontakte erlauben uns regelmäßige Einblicke hinter die Kulissen der Redaktionsbüros. So auch die Prime Original-Serie The BOLD Type: Die drei Freundinnen Jane, Sutton und Kat arbeiten beim New Yorker Frauenmagazin Scarlet. Als Redakteurin, Fashion-Assistenz und Social Media Direktorin nehmen sie die Zuschauer:innen mit in ihren mehr oder weniger fancy Arbeitsalltag. Tequila-Sessions, offene Kleiderschränke, Luxus-Modenschauen, große Netzwerk-Mottopartys und Lunch mit Kylie Jenner gehören zum ganz normalen Wahnsinn selbstverständlich dazu – wer von uns kennt’s nicht?! Spaß beiseite: Die New Yorker Medienbranche, wie sie in The BOLD Type dargestellt wird, ist in Deutschland nur bedingt „relatable“, dennoch höchst unterhaltsam.

Mad Men

Wieder in New York. Diesmal Werbung. In den 60ern. Don Draper, Werbe-Experte aka „ad man“, steht im Mittelpunkt des Werbebusiness‘ der Sterling Cooper Agentur. Neben seiner Karriere, den Kunden der Agentur und interner Konkurrenz wird auch sein privates Leben als Frauenheld und Kettenraucher beleuchtet – nach und nach kommen pikante Details seiner Vergangenheit ans Licht. Abgesehen davon, dass sich die Werbebranche (wie so ziemlich alles andere auch) seit den 60er Jahren erheblich weiterentwickelt hat und mit unserem heutigen Alltag kaum zu vergleichen ist (#digital), sind insbesondere die gesellschaftlichen Randthemen der Serie spannend und gelungen inszeniert: Geschlechterrollen, der 60er Jahre Lifestyle, die wachsende Bekanntheit der Rolling Stones, Marilyn Monroes Tod und und und… Lohnt sich, hier via Prime Video einmal reinzuschauen.

Wie werde ich ihn los in 10 Tagen

When Marketing meets Media: Werber Benjamin und Journalistin Andie verbindet eine Wette, genauer gesagt zwei. Per Zufall treffen sie in einer Bar aufeinander, als Benjamin mit seinen Kollegen wettet, er könne jede Frau dazu bringen, sich innerhalb von zehn Tagen in ihn zu verlieben. Sollte er recht haben, darf er demnächst einen großen Luxus-Kunden in der Werbeagentur betreuen. Die Wahl der Frau fällt auf Andie, die ihrerseits an einem Artikel über Tipps und Tricks zum Beenden einer Beziehung arbeitet, um anschließend über tiefgründigere Themen schreiben zu dürfen. Mit komplett entgegengesetzten Intentionen lassen sich die beiden aufeinander ein. Wer wohl gewinnt? Werbung oder Journalismus? Um das zu erfahren, müsst ihr den Film schon selbst schauen – lohnt sich! Läuft bei Netflix.

Credits: Unsplash / Glenn Carstens-Peters

Der Teufel trägt Prada

Der Klassiker unter den Glamour-Fashion-Filmen der New Yorker Medienszene. Andy (again) möchte Journalistin werden und bewirbt sich auf die Stelle der zweiten Assistentin von Runway (fiktives Äquivalent zur Vogue) Chefin Miranda Priestly (Anna Wintour?!) – ein Job, für den die meisten anderen Frauen „sterben würden“, den Andy jedoch eher als Sprungbrett für ihre Karriere als Journalistin sieht. Aller Anfang ist schwer, so braucht sie eine gewisse Zeit, sich in der High-Fashion Welt zurechtzufinden. Doch wie heißt es immer so schön? Harte Arbeit zahlt sich aus! Und noch etwas können wir aus diesem Film lernen: Nicht aufgeben, sondern an den Träumen und dem eigenen Können festhalten, Fleiß und Selbstvertrauen lohnen sich. Jaaa, kitschig, wissen wir, aber ist ja trotzdem irgendwie so, oder? Für mehr Learnings könnt ihr den Filmklassiker bei Disney+ streamen.

Thank you for smoking

PR at its best?! Hauptcharakter Nick ist Pressesprecher eines großen Tabakunternehmens und versucht im Interesse seines Arbeitgebers die Rechte von Raucher:innen zu stärken und sie zu unterstützen. Aus der Anspielung des Filmtitels auf die öffentlichen Warnschilder „Thank you for not smoking“ lässt sich ableiten, dass es die einen oder anderen Gegner:innen seiner Arbeit gibt. Zieht Nick seine Kampagne durch oder lässt er sich überzeugen, dass Rauchen ungesund ist? Als Freunde eines gesunden Lifestyles sind wir natürlich auf der Seite seiner Gegenspieler:innen, doch als PRler:innen können wir nur fasziniert staunen, mit was für einer Energie, Überzeugung und einem wahnsinnigen Einsatz sich Nick für seine Ziele einsetzt. Es handelt sich bei dem Film natürlich ganz klar um Satire, deshalb darf der Humor beim Zuschauen nicht fehlen. Überzeugt euch selbst, ihr könnt den Film bei Prime leihen.

Fyre Festival

Wer hat schon einmal von der „Greatest Party that never happened“ gehört? Was als mega fancy Festival geplant war, erwies sich 2017 als fataler Flop, über den wir eigentlich nur lachen und staunen zugleich können. Denn immerhin war das Festival, das nicht stattfand, ausverkauft! Billy McFarland, Chef des Medienunternehmens Fyre Media, und Rapper Ja Rule planten ein Luxus-Event auf den Bahamas, angeblich auf Pablo Escobars einstiger Privatinsel, das im Vorfeld von Influencer:innen wie Bella Hadid und Kendall Jenner angekündigt und beworben wurde. Das Festival mit Headlinern wie Tyga oder Major Lazer sollte gleichzeitig der Vermarktung der neuen Fyre App zur Buchung bekannter Künstler:innen für private Zwecke dienen. Richtig durchdacht war das Konzept jedoch nicht, die Probleme fingen schon bei der Frage nach Sanitäranlagen an. Wie aus dem Traum die Katastrophe wurde, könnt ihr in der Fyre Festival Doku bei Netflix verfolgen. Definitiv einen Abend wert!

Twinfruit – die Dose muss menschlich werden

Ein deutscher Film darf hier natürlich auch nicht fehlen! Die Mockumentary wurde vom ZDF produziert und stellt die verrückten Anforderungen der Werbebranche auf überspitzte, gleichzeitig sehr witzige Art und Weise dar. Im Mittelpunkt steht eine fiktive Werbeagentur, die derzeit an einer Kreativ-Kampagne für Dosenobst der Marke Twinfruits arbeitet. Wer erkennt sich und die eigene Agentur in dieser Doku wieder? Zu streamen bei Prime…

The Greatest Movie Ever Sold

Ebenfalls eine Dokumentation/Komödie, diesmal mit dem Fokus auf Produktplatzierungen in Filmen: Der Clue hinter der Produktion ist, dass der ganze Film komplett von Sponsor:innen bezahlt wurde, um sich selbst in seinem Inhalt zu bestätigen, ganz getreu dem Motto „He’s not selling out, he’s buying in“. Spoiler: Sogar Donald Trump und Quentin Tarantino kommen in dem Film vor. Zu den Sponsor:innen gehörten unter anderem Mini, Ted Baker und Hyatt. Hauptsponsor war POM Wonderful, ein Unternehmen, das unter anderem Fiji Wasser produziert und dank hoher Geldsumme im Titel des Films erscheint: „POM Wonderful presents“. Der Film ist bei Amazon.de als DVD erhältlich.

Crazy People

„Nichts ist irrer als die Wahrheit“: Werber bzw. PRler Emory entwirft ein Konzept der aufrichtigen Werbung, woraufhin er in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen wird. Versehentlich werden seine ehrlichen Werbeslogans dennoch veröffentlicht und erweisen sich als unerwartet großer Erfolg. Leider kommt keine:r seiner Kolleg:innen an die Aufrichtigkeit Emorys ran, als diese versuchen, weitere Slogans und Kampagnen zu entwerfen. In der psychiatrischen Einrichtung tut Emory sich mit anderen Patient:innen zusammen und verwandelt das Krankenhaus in eine Kreativ-Agentur. Ende gut alles gut? Ein paar Höhen und Tiefen hält der Film schon noch parat, doch die könnt ihr euch auf Apple TV am besten selbst anschauen…

Credits des Titelbilds: Unsplash / JESHOOTS.COM

Ein Beitrag von Laura Dörling